11.06.2007
Wo wir gerade beim Thema waeren...
Zensur von "None but that"
10.06.2007
Ousmane Sembene
27.05.2007
Roy Armes: Les cinémas du Maghreb. Images postcoloniales
Mit seiner Einleitung stößt Armes die große Tür zu den Postcolonial Studies auf, zitiert die graue Eminenz Edward Said und andere, nur um die Tür gleich wieder zu verschließen und sich jahrzehnte- und länderweise dem maghrebinischen Kino (und dem maghrebinischer Migranten in Europa, v.a. Frankreich zu widmen) seit den 60er Jahren zu widmen. Auf diesen historischen Überblick folgen zehn Beispielanalysen von Filmen, die Armes als besonders repräsentativ für bestimmte Stile, Themen und Epochen einstuft, unter anderem Chroniques des années de braise, Omar Gatlato, Miss Mona, Halfaouine oder Ali Zaoua.
Demgegenüber stehen aber durchaus lesenswerte Interpretation von beispielsweise Merzak Allouaches Meisterwerk Omar Gatlato, Nouri Bouzids Les Sabots en Or und ein interessanter und recht kritischer Text in Bezug auf Boughedirs Halfaouine. So finden sich einige durchaus kluge Analysen, wobei die Themensetzung aus dem Kontext nicht wirklich klar hervorgeht. Außerdem variiert der Bezug auf andere Filme dieser Strömung von Kapitel zu Kapitel enorm. Wieso Armes ausgerechnet die zehn von ihm genannten Aspekte für repräsentativ für das postkoloniale Kino hält und wie er zu diesem Schluss gekommen ist erläutert er nirgendwo, genauso wenig wie er seine Vorgehensweise begründet.
Ganz am Schluss (vor nützlichen Anhängen und einer umfangreichen Bibliographie) kommt der Autor dann wieder auf den postkolonialen Aspekt des Buches zurück, und das sehr abrupt. Die wesentliche Schlussfolgerung aus seiner Analyse der Produktionsstrukturen (und nichts anderem) lautet dann auch, dass das postkoloniale maghrebinische Kino im Wesentlichen französisch ist. Da fragt man sich dann doch, wo da der Bezug zu den umfangreichen inhaltlich-ästhetischen Analysen ist (in denen Fragen der Produktion fast immer außen vor blieben). Viel interessanter wäre es doch eigentlich, zu untersuchen, wie die Koproduktionen Stil und Inhalt der Filme beeinflussen.
22.05.2007
Strassenszenen aus Damaskus
19.05.2007
Gelesen
12.05.2007
Photocopy
03.05.2007
Journées de la Photographie
Seit gestern finden in Damaskus die Journées de la Photographie statt. Eröffnet wurden sie im Khan Assad Pasha, einem der schönsten Gebäude der Altstadt. Dort findet sich ein Großteil der Ausstellungsstücke von knapp 20 Künstlern (und einer Kollektivarbeit), unter anderem eine Video des von mir so hochgeschätzten libanesischen Künstlers Akram Zaatari, Video in 5 movements (2006), eine Collage aus Super8-Aufnahmen. Ausserdem eine beachtliche Zusammenstellung verschiedener Fotoserien des französischen Fotografen Josef Koudelka aus den Jahren 1958 – 2004.
Rémy Lidereau verleiht in seinem Werk den französischen Vorstädten einen unwirklichen Charakter, zerlegt anonyme Wohnblocks in graphische Muster, denen man nicht mehr ansieht, dass hinter den Fassaden Menschen wohnen.
Ganz nah an den Personen ist hingegen der syrische Autodidakt Omar Berakdar. Dessen Photographien der Ashoura-Feierlichkeiten, schwarz-weiße, kontrastreiche Aufnahmen schiitischer Pilger, durch die Bewegung unscharf geworden, lassen den Sog der Prozession förmlich körperlich spürbar werden.
Im CCF wurde dann heute Abend die Ausstellung des iranischen Künstlers Khosrow Hassanzadeh eröffnet, der u.a. auch schon in Freiburg und Berlin ausgestellt hat (und hier gerade ein paar Tage im gleichen Haus wie ich wohnt). In seinen Collagen aus Fotographie und Malerei setzt er sich in kraftvollen Bildern u.a. mit der Definition von Terrorismus auseinander.
Am 7. Main wird im GI Damaskus dann die Ausstellung der deutschen Fotografin Sanna Miericke eröffnet.
Wer in Damaskus ist: die Ausstellungen auf keinen Fall verpassen! Ich werde mir die im Khan Assad Basha sicher in aller Ruhe nochmal ansehen, vielleicht folgt dann auch noch mal ein ausführlicherer Text.